MiniMoneyBag mit Äpfeln und erste Versuche mit Lamifix

Da passt man einmal nicht auf, und schon hat man zwei Wochen nichts mehr veröffenlicht. So lang kam mir das gar nicht vor und ich kann das nichtmal auf Vorweihnachtsstress schieben. Seit ihr schon in Weihnachtsstimmung? 

Hier hat sich zwischenzeitlich alles in ein zauberhaftes zugeschneites Winterwunderland verwandelt, nur um wenige Stunden später ekliger nasskaltrutschiger Schneematsch zu werden. Sehr enttäuschend, aber bis Weihnachten ist ja noch etwas Zeit. Vielleicht sollte ich trotzdem so langsam anfangen, die nähbaren Weihnachtsgeschenke in Angriff zu nehmen.

Aber erstmal habe ich mich selbst beschenkt, und zwar mit einem kein bisschen winterlichen Portemonnaie. (Man beachte das fast perfekt aufeinander treffende Muster! Ja, gut, Zufall. Ich versuch sowas ja meistens gar nicht erst. Aber yeah!)


Schnittmuster ist die MiniMoneyBag von Keko Kreativ. Den Schnitt gibt es ja nun schon länger und ich fand das Portemonnaie auch toll, allerdings bin ich ja eher Tüftlerin als nach-Anleitung-Näherin, gekaufte Ebooks kann ich wahrscheinlich an einer Hand abzählen.

Weil ich aber noch nie ein Portemonnaie mit gefächertem Kleingeldfach genäht habe und mir die Kopfarbeit ersparen wollte und mir der Schnitt auch gefiel, habe ich das Ebook gekauft. Übrigens schon das zweite von Kerstin, die Matchbag habe ich ja auch schon genäht. Und die MyBag gefällt mir auch total, könnte also passieren, dass ich auch da nochmal schwach werde.


Das Portemonnaie ist tatsächlich sehr schnell genäht, besteht insgesamt aus vier Schnitteilen (+ Verstärkung) und ich musste nichtmal Schnittmuster schneiden und kleben. Alles rechteckige Teile und die Maße sind angegeben. Sowas mag ich ja. Außerdem kann man prima Reste verbrauchen, das mach ich aktuell ganz fleißig.

Außen ist der tolle Leinen Appel in Apfelgrün von Frau Tulpe verarbeitet, innen ein weicher Baumwoll-Chambray von Birch Fabrics und ein marmorierter Patchworkstoff, ich glaube Makower. 


Mini Money Bag ist sehr treffend, das Portemonnaie ist wirklich mini. Mini mini. Ich habe es immer wieder in der Hand, mache es auf und zu und erfreue mich an seiner Niedlichkeit ;)
Ob das jetzt wirklich alltagstauglich ist, wird sich rausstellen. Es stört mich noch ein bisschen, dass die Scheine gefaltet werden müssen. Da seh ich lieber direkt, was noch an Geld im Portemonnaie ist oder stopf schnell Papiergeld oder Kassenzettel rein. Aber alles wichtige passt für mich rein. Mehr als zwei oder drei Karten hab ich eh nie im Portemonnaie, daher stören mich die fehlenden Kartenfächer auch gar nicht.

Ursprünglich wollte ich den Außenstoff gerne beschichten. Vor einiger Zeit habe ich schonmal Papier mit Lamifix (Bügelfolie zum beschichten von Stoffen) nähbar gemacht, was toll funktioniert hat. Das Ergebnis hat aber mittlerweile einen anderen Besitzer, der jetzt die Haltbarkeit testen darf ;)
Und natürlich habe ich vergessen, da vorher noch Fotos zu machen.

Über Lamifix habe ich bisher nicht viel gutes gelesen, eher dass es sich schnell vom Stofflöst und Knitter nicht mehr rauszubekommen sind. Aber trotzdem wollte ich es mal testen. Also habe ich probehalber mal ein Stück Stoff damit bebügelt, um den Effekt einschätzen zu können.


Links der mit Lamifix beschichtete Stoff, rechts ohne. Sieht schonmal ganz gut aus. Lässt sich auch knittern und knautschen und hinterher wieder glatt bügeln. Langzeitbelastungs- und Verarbeitungstests stehen noch aus.

Der Apfelstoff. Das Ergebnis gefällt mir hier leider gar nicht.



Links original, rechts mit Lamifix bebügelt. Die Farben sind viel blasser geworden. Vermutlich liegt das an der gröberen Struktur des Stoffes. 
Also hab ich die unbeschichteten Äpfel vernäht, kann man ja notfalls auch waschen.

Vielleicht teste ich demnächst mal das Odicoat Gel. Hat da schon jemand Erfahrungen gemacht? Der Preis schreckt mich nämlich vom einfach mal kurz ausprobieren ab ;)

Habt einen schönen Donnerstag!

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Gestempelt - Labels und Aufnäher

Hab ich schonmal erwähnt, dass SnapPap echt ein absolut tolles Material ist?

Es gibt mal wieder neue Label. 


Meine alten Label waren ja auch schon aus SnapPap, damals habe ich mein Logo mittels Tintenstrahldrucker und Transferfolie auf SnapPap gebracht, das gefällt mir auch. Allerdings war das Aufbügeln manchmal gar nicht so einfach, wenn das SnapPap schon vorgewaschen war und nicht mehr ganz glatt. 


Und sehr ärgerlich war das dann, wenn ich vergessen hatte mein Logo gespiegelt auszudrucken und ich einen ganzen Bogen für die Tonne produziert hatte. Oft ist mir das auch erst aufgfallen, als ich die Folie abgezogen habe und das SnapPap war dann auch versaut. Ja, ist mir tatsächlich mehr als einmal passiert. 

Eine praktische und schnellere Methode sind Stempel mit eigenem Logo. Alternativ kann man auch super ein kleines Stempel-Alphabet nutzen, um seinen Namen auf das Werk zu bringen.


Ich habe mir also vor ein paar Wochen meinen eigenen Logo-Stempel gegönnt und gleich dazu ein Stempelkissen und Wäschestempelfarbe bestellt, damit das Stempelwerk hinterher auch waschbar ist. Es gibt wahnsinnig viele Anbieter, die Stempel nach eigener Vorlage fertigen. Ich habe bei Stempelshop4You bestellt und bin super zufrieden. Der Stempel selbst war ziemlich günstig, ich glaube ich habe 7,50 € bezahlt, zusammen mit Farbe (50 ml) und leerem Kissen lag ich bei knapp 30 €, damit komme ich aber wahrscheinlich auch ewig hin. Nach zwei Tagen war die Lieferung schon da und ich konnte loslegen :) 

Einziges Manko war die geringe Farbauswahl bei den Stempelkissen, aber Schwarz passt schon für's erste. Falls da jemand einen Tipp hat, wo es schöne (waschbare) Stempelfarben gibt, wär ich trotzdem dankbar ;)




Geht definitiv viel schneller und auch mal spontaner, wenn einem die Labels ausgehen, als erst Bügeleisen und Drucker anzuwerfen. Und es lassen sich auch wunderbar kleinere Streifen und Reste verwenden. Meine Label sind ca. 1,5 cm x 4,5 cm groß.


Außerdem habe ich nicht nur Labels gestempelt, sondern auch kleine Aufnäher mit Worten und Zitaten. 


Ein bisschen ist die Idee mal wieder bei Melanie abgeguckt, die ihre Taschen schon mit so tollen Aufnähern verziert hat, das hat mir sehr gefallen.

Und dieses Federmäppchen hier ist schon ein Weihnachtsgeschenk für den kleinsten Bruder, der gerade für's Studium weggezogen ist. Philosophie unter anderem.



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November Blog Hop - Warum ich Nähe und Blogge

Ein spannender Monat war der November für mich. Beim November Blog Hop "Warum ich nähe und blogge" durften wir ganz intime Einblicke in die Näh- und Gedankenwelt einiger Bloggerinnen erhalten. Die Liste der einzelnen Beiträge verlinke ich für alle noch einmal am Ende des heutigen Posts.



Ich freue mich, dass so viele tolle (Näh)Bloggerinnen der Einladung von Mareike und mir gefolgt sind und aus dem Nähkästchen geplaudert haben. Sehr spannend war es zu sehen, dass sich die Ansichten an so vielen Punkten überschneiden, auch wenn die Geschichten der einzelnen Frauen ganz unterschiedlich sind.

Und jetzt muss ich mir abschließend die Frage stellen - warum nähe und blogge ich? 
Zum Thema nähen, habe ich hier ja schon mal recht ausführlich geschrieben, deswegen versuche ich den Fokus heute auf das Bloggen zu legen. Wie ich aber zum Nähen kam, möchte ich auch kurz erzählen, falls ich das kurz schaffe ;)

Also, wie kam das?
 
So ganz genau kann ich das nicht mehr rekonstruieren, aber ich erinnere mich an eine Situation vor vielen Jahren auf der Arbeit. Ich hab damals in einer Bar/Kulturverein/whatever gearbeitet und draußen Pause gemacht, neben mir stand ein Mädchen mit einer superschönen Tasche. Ich hab sie angesprochen und sie hat mir erzählt, dass sie die selbst genäht hat. Per Hand.(!) Sie würde mir auch eine nähen, geschenkt. In dem Moment hab ich dankend abgelehnt, ich kannte sie nicht und war total überrumpelt. Hinterher habe ich mich geärgert. Da ist dann wohl das erste mal der Gedanke entstanden, dass ich das können möchte.



Meine Nähmaschine bekam ich dann an Weihnachten 2014, damit hab ich wirklich nicht gerechnet. Ich hab sie spaßeshalber auf den Wunschzettel geschrieben, weil Mama gesagt hat, ein Pferd könnte ich nicht bekommen und Socken sind kein richtiges Geschenk. Ja, irgendwie so war das wirklich!

Also hatte ich eine Nähmaschine. So ein Gerät, dass ich nur vom angucken kannte. Außer Knöpfen an, hatte ich bis dahin nichts genäht. Aber es hat superviel Spaß gemacht, auch wenn die Maschine eine kleine Discounter-Zicke war, und ich hab daran sehr vieles gelernt. Ich  liebe es einfach, Dinge zu gestalten, mir Schnitte auszudenken, rumzutüfteln und am Ende was Schönes, was eigenes in der Hand zu halten. 




Und warum blogge ich?



Um diese Frage zu beantworten, bin ich auch wieder zurück zu den (Näh)Anfängen gegangen.
Mit meinen Nähanfängen habe ich durch die Suche nach Nähanleitungen und Schnittmustern auch das erste mal die Näh- und DIY-Bloggerwelt entdeckt. Wie wahnsinnig groß dieses Netz ist, habe ich zu dem Zeitpunkt nicht mal erahnt.



Es gab Blogs, die ich regelmäßiger gelesen habe und durch die ich auf verschiedene Aktionen und Linkpartys aufmerksam wurde, wodurch ich auf wieder neue Blogs gestoßen bin, und so weiter.
Im gleichen Zuge wuchs auch in mir der Wunsch, selbst genähtes und geschaffenes mit anderen zu teilen, mit Menschen, die die gleichen Interessen und Leidenschaften haben. Geschrieben habe ich auch schon immer gerne.
Vermutlich kennen von euch einige das Gefühl, anderen voller Leidenschaft vom liebsten Hobby zu erzählen, die sich kaum dafür interessieren. Sehr unbefriedigend, und am Ende hat man oft das Gefühl, sein Gegenüber gelangweilt zu haben.
In meinem Umfeld gab es einfach niemanden, mit dem ich mich austauschen konnte. Wohlwollendes Interesse und auch Zuspruch, aber niemanden, der auch selbst Spaß am Nähen hatte. Das hat sich übrigens bis heute kaum geändert, Fachsimpeleien gibt es höchstens mit der Lieblingsstoffverkäuferin.




Ja, ich will teilen was ich mache, was ich lerne, nette Worte gesagt bekommen (von Menschen, die sich auch wirklich interessieren) und Ratschläge oder Kritik, wenn ich mal nicht weiter weiß. Und es macht mir Spaß, anderen weiterzuhelfen, zu inspirieren. Das Größte ist es für mich, wenn ich Feedback bekomme und weiß, dass jemand nach meinen Ideen oder Anleitungen sein Nähwerk gemeistert hat oder ich den Anstoß geben konnte, ein Projekt endlich anzupacken.






Mein Blog, just sewn., existiert jetzt schon seit zwei Jahren und es ist für mich selbst oft hilfreich in meine dokumentierten Anleitungen zu schauen und spannend zu sehen, wie ich mich entwickelt habe. Das hier ist zwar kein privates Tagebuch, hat aber in gewisser Weise auch Tagebuchcharakter, weil so viele Gedanken und Entwicklungen hier nachzulesen sind. Übrigens ist die Tagebuchsache ein Punkt, der häufig bei meinen Mitbloggerinnen aufgetaucht ist.

just sewn. hier ist kein „Hochglanzblog“. Die Bilder sind nicht immer perfekt, die Texte oft nur sehr kurz. Es gibt Phasen, in denen ich nur wenig zum Bloggen komme oder einfach nichts zu zeigen habe. Aber das macht nichts, der Blog bedeutet für mich mittlerweile nicht mehr, dass ich abliefern muss (am Anfang hatte ich das Gefühl). Ich freue mich zu sehen, dass einige Leserinnen immer wiederkommen, mit ein paar Bloggerinnen bin ich in näheren Kontakt gekommen und durfte an einigen tollen Probenähen und anderen Projekten teilnehmen.

Mittlerweile habe ich auch den Schritt auf Facebook gewagt, bin dort auch recht aktiv, das vernetzen ist viel einfacher. Aber hier hat alles angefangen und hier bleibt auch der Hauptfokus.

So, und nun hoffe ich, dass euch dieser kleine Einblick gefallen hat :)
Wer nochmal nachlesen möchte, was die anderen zum Thema denken, darf sich gerne nochmal durchklicken:


Weil mir das Thema so viel Freude bereitet, verlinke ich mich heute auch beim Freutag :)
Habt ein schönes Wochenende!

 P.S. Wundert euch nicht über die seltsame Formatierung heute .. irgendwas klappt da gerade nicht ...


#wgwk2017 - Apfeltäschchen

Habt ihr die diesjährige Weihnachtsgeschenke-Wanderkiste bei Jana von Zum Nähen in den Keller verfolgt? Sehr spannend!
Ich habe schon einige tolle Ideen und Blogs entdeckt, die ich bisher nicht kannte und jetzt sicher regelmäßig lesen werde.
Und heute bin ich an der Reihe, darf zeigen, was ich gewerkelt habe und in die Kiste lege.

Für alle, die jetzt ein großes Fragezeichen in den Augen haben und sich nicht vorstellen können, wie das funktioniert: 

"Die Kiste mit den Weihnachtsgeschenken wandert von Teilnehmer zu Teilnehmer. Die Teilnehmerin, bei der die Kiste zu Gast ist, wählt sich ein Geschenk aus und nimmt es heraus, im Gegenzug legt sie ein neues Geschenk hinein und dann wandert die Kiste weiter. Damit es etwas schneller geht, wandert die Weihnachtsgeschenkewanderkiste nur virtuell." (Zum Nähen in den Keller)

Alles klar, oder? 

Dass ich etwas genähtes auf die Reise schicke, war abzusehen, behaupte ich mal. Dass es ein Täschchen wird, hätte die ein oder andere vielleicht auch erraten ;)


 Mein Beitrag zur #wgwk2017 ist also ein Apfeltäschchen. Genäht aus dem schönen Leinen "Appel" von Frau Tulpe und kombiniert mit senfgelbem Kunstleder. Am Zipper baumeln noch ein paar Holzperlen.



Gefüttert ist die Tasche mit einem passenden Baumwollstoff. 
Maße: ca. 21 x 18 x 6 cm. Ein schönes Format für ein Kosmetiktäschchen oder als Organizer für die Alltagstasche.

Was ich mir ausgesucht habe, könnt ihr dann morgen bei Jana nachlesen :)

Und das Apfeltäschchen darf heute schon eine virtuelle Reise antreten - zum Creadienstag, HoT und den anderen Täschchen.

Nähanleitung: Adventskalenderbeutel

Gestern habe ich euch meinen spontanen Adventskalender gezeigt. 
Weil ich weiß, dass auch Nähanfänger ab und an hier vorbeischauen und selbst fortgeschrittene Näherinnen mal auf dem Schlauch stehen (zumindest geht es mir manchmal so), habe ich beim aktuellen Adventskalender ein paar Fotos gemacht und zu einer kurzen Anleitung zusammengefasst. Vielleicht habt ihr am Wochenende ja ein bisschen Werkelzeit für euch und könnt direkt loslegen.

Meine Adventssäckchen werden einlagig, also ungefüttert, genäht und mit einem einfachen Tunnelzug verschlossen.Fertige Größe: ca. 9 x 13 cm.

Los geht's!

Für 24 Beutel kommt ihr mit 1 m bei 1,10 m Stoffbreite gut hin. Ich habe für meine Kalender jeweils 4 verschiedene Stoffe á 25 cm gekauft und am Ende noch ein paar Reste für mich übrig :) Natürlich können die Beutel auch nach eigenen Wunschmaßen genäht werden.


 Zuerst schnappt ihr euch den Stoffstreifen für den Tunnelzug und bügelt die kurzen Kanten 1 cm nach innen, die werden dann mit einer Naht fixiert.
 Den Streifen längs mit den linken Seiten zusammenfalten:
Mit der offenen Kante nach oben mittig auf das Hauptteil legen und mit einem Zickzack-Stich annähen. So franst die Naht später nicht aus.
Den Tunnelzug zurückklappen und die Naht bügeln. Das sieht dann so aus:

Der Beutel wird nun rechts auf rechts zusammengefaltet und die untere und seitliche offene Kante geschlossen. Damit sich der Beutel bei mehrfacher Verwendung nicht auflöst kann die Nahtzugabe mit einer Zackenschere zurückgeschnitten werden oder mit dem Zickzack-Stich versäubert.

Nun wird der Beutel gewendet und mithilfe einer Sicherheitsnadel ein Bändchen (35 - 40 cm waren bei mir optimal) eingezogen.  


Fertig sind die Beutel. Kleiner Tipp: Um die Nähzeit zu verkürzen, arbeitet in kleinen Produktionsstraßen. Der Stoff für den Tunnelzug kann auch gut erst umgebügelt und die Kanten abgesteppt werden und anschließend in Streifen geschnitten.

Überlegt euch am besten vor dem Nähen, wie ihr eure Beutel nummerieren wollt. Papieranhänger, Buttons, oder Stempeln? 

Der letzte Kalender hat kleine aufgenähte Korkstückchen, die beschriftet werden können. Die solltet ihr aber aufnähen, bevor ihr die Beutel zusammennäht.


Nochmal verlinkt beim Taschen Sew Along November: Weihnachten.

Habt ein schönes Wochenende!

Vorweihnachtsnäherei: Adventskalenderbeutel

Eigentlich wollte ich dieses Jahr keinen Adventskalender machen. Eigentlich.
Als ich letzte Woche einen Ausflug in den Lieblingsstoffladen machte, hat sich meine Meinung recht schnell geändert. 

Die Verkäuferin und ich haben zusammen ganz viele Stoffe aneinandergehalten, Kombistoffe ausgesucht, wieder zur Seite gelegt und letzlich habe ich mich für diese zwar unweihnachtliche, aber einfach schöne Kombination entschieden. 



Die zwei floralen Stoffe sind aus der Modern Retro - Serie von Makower UK.
Dazu ein gewolkter grüner Uni-Stoff und das Dreiecksmuster, dass ein bisschen an kleine Häuschen (oder Tannenbäume?) erinnert.



Den Schnitt für die Beutel mit Tunnelzug habe ich mir selbst überlegt, einfach ohne Futter und mit angenähtem Tunnelzug. (Besteht da Interesse an einer schnellen Anleitung oder ist das zu einfach? Im Moment sind noch zwei weitere Kalender in Arbeit, da könnte ich noch mitknipsen.) An die Nummerierung habe ich dabei allerdings nicht gedacht und musste mir dann hinterher etwas überlegen. Aus Korkresten habe ich kleine Streifen geschnitten und mit einem Fineliner Nummern drauf geschrieben, anschließend habe ich die Stücke per Hand an die einzelnen Beutel genäht.
Bei den anderen Kalederbeuteln, habe ich die Nummernschildchen vor dem Zusammennähen aufgenäht, sehr viel einfacher!

Am schwierigsten war die Befüllung, über die kann ich hier aber leider nichts verraten (der Feind liest mit). Auf jeden Fall, wird der Kalender auch in den nächsten Jahren wieder befüllt. In den letzten Jahren habe ich die Adventskalender immer aus Papier gebastelt, jedes Jahr einen anderen. In Zukunft muss ich mir dann nur noch Gedanken um den Inhalt machen. Mal sehen, ob mir die Bastelei dann nicht doch fehlt. Das gehörte schon irgendwie in die Vor-Adventszeit, alle Jahre wieder.


Und die spätherbstlichen Sonnenstrahlen lassen die geblümten Beutel manchmal sogar fast frühlingshaft wirken. Schade, dass es nun schon wieder grau ist.

Verlinkt beim TSA November, meine Beutel sind schließlich für die Weihnachtszeit gedacht.

Anleitung Chiptäschchen

Ein bisschen Resteverwertung. Heute: Kork

Eigentlich habe ich nur nach einer Möglichkeit gesucht, die hübschen "Apple" Webbänder zu verwenden. Eigentlich bin ich ja kein Fan von Webbändern und die hübschen Äpfel sind die einzigen in meinem Vorrat. An denen kam ich einfach nicht vorbei. Wühlerei in der Restekiste förderte unter anderem Korkreste zutage. Und ich finde, das passt wunderbar.



Die kleinen Täschchen finde ich superpraktisch, ich habe selbst seit Jahren eins am Schlüsselbund. 

Auch wenn es im Netz schon einige Anleitungen gibt, habe ich für euch mal mitgeknipst.

Material:
  • Korkstoff 9,5 x 3,5 cm
  • Webband, ca. 4,5 cm
  • Druckknopf (bei mir Jerseydrücker von Prym) und passendes Werkzeug
  • Schlüsselring und evtl. Karabiner


Zuerst habe ich die Ecken der späteren Klappe mit der Schere abgerundet. Wer es eckig mag, lässt das.


3,5 cm von der unteren Kante wird der Korkstreifen gefaltet, das Webband ebenfalls falten und zwischen den Lagen einfassen, evtl. mit einer Stoffklammer fixieren.


Dann an einer langen Kante beginnen und an drei Seiten rundherum knappkantig nähen. Ich habe dafür den Reißverschlussfuß verwendet und die Nadel weiter nach rechts gestellt. Stichlänge 3, um das Material nicht zu perforieren.



Fast fertig! Jetzt muss noch der Druckknopf angebracht werden. Das ist ein wenig fummelig, aber machbar. Schlüsselring dran - fertig.



Verlinkt beim Creadienstag, HoT und den Täschchen.

It's tea time!

Der Winter kommt. Das merke ich nicht zuletzt daran, dass es immer schwieriger wird, schöne Tageslichtfotos zu machen. Langsam wird der Anspruch wieder runtergeschraubt - das Zeitfenster zum Fotografieren wird immer kleiner und dann muss auch mal die Schreibtischlampe herhalten. Oder ich bastel mir mal so eine faltbare Fotobox.



Wie jede Jahreszeit ruft auch der Winter nach seinen alljährlichen Ritualen. Adventskalender basteln zum Beispiel, es wird viel Tee getrunken und wieder mehr gelesen, am liebsten mit Decke auf dem Sofa.



Für ein bisschen mehr Gemütlichkeit gibt es heute einen Mug Rug, einen großen Tassenuntersetzer. Ja genau, so ein unnötiges Teil, dass ich mir nie nähen wollte. Man muss ja nicht alles mitmachen. Außerdem habe ich schon Untersetzer.



Wie so oft, mache ich dann aber doch mit und wie so oft, auch mal wieder eine Saison später als alle anderen. Vorteil dabei: Ich hab schon Inspiration gesammelt. Bei allen ein bisschen abgeguckt (auch wenn ich natürlich nie einen Mug Rug nähen wollte).



Mein Mug Rug ist ganz einfach gehalten, kein Patchwork, kein Binding. Dafür eine niedliche Stickerei, ein Teebeutel.




Die Vorlage habe ich mir selbst gezeichnet und händisch auf gelbes Leinen gestickt.



Mit einem Posca Marker (hier schonvorgestellt) habe ich den Beutel ganz flüchtig ausgemalt, er sollte nicht richtig weiß werden, sondern nur etwas angedeutet.



Der Tee schmeckt jetzt natürlich besser, ist ja klar. Auf die gleiche Art, wie Tee aus einer schönen Tasse besser schmeckt als aus einer ungeliebten.

Die Idee für den gestickten Teebeutel habe ich mir hier bei Sabrina von Stitched Teacups abgeschaut (die den Mug Rug von Antje - fairy & snail hat - Danke, liebe Jule, für den Hinweis), nur so niedlichen Stoff hatte ich leider nicht.

Verlinkt bei RUMS.

Mehr Kraniche - Kosmetiktasche von Frau Fadenschein

Hallo, ihr Lieben!

In der letzten Woche habe ich mal gar nichts von mir hören lassen, aktuell habe ich Zuhause kein Internet. Ab dem Wochenende sollte das aber wieder laufen.


Vor kurzem habe ich ja schon berichtet, dass ich für Snaply designnähen durfte und heute darf ich euch auch zeigen, was ich genäht habe.

Der Schnitt ist die Kosmetiktasche mit Pinselfach aus dem Buch
Fantastisch Praktisch – Ordnungshelfer nähen von Frau Fadenschein.



Ich habe das Täschchen aber einfach mal für mich zweckentfremdet, ich besitze nur einen einzigen Schminkpinsel und selbst den benutze ich quasi nie. Dafür habe ich aber einen Haufen Stifte und Zeug, die passen da auch ganz wunderbar rein. Das Pinselfach ist also ein Stiftefach und die Haupttasche bietet genug Platz für z.B. Anspitzer, Radierer und anderen Kleinkram.



Neben dem Buch vom EMF Verlag hat Snaply auch einen großzügigen Materialgutschein zur Verfügung gestellt, um Stoffe und Zubehör für die Kosmetiktasche auszusuchen.  Den superschönen Origami-Canvas (Haha, meine Posca-Täschchen sind evtl. ein bisschen davon inspiriert gewesen) habe ich mir dort ausgesucht und mit SnapPap kombiniert. Den blauen Leinenstoff hatte ich schon Zuhause, der stammt vom Stoffmarkt.

Das Hauptfach wird mit einem Reißverschluss geschlossen und das Pinselfach dann einfach hoch und rübergeklappt und mit einem Mappenschloss zugemacht.



Seit heute gibt es das kostenlose Schnittmuster für euch auch im Snaply Magazin, wo ihr auch ein paar Designbeispiele anschauen könnt.

Und nicht vergessen, aktuell läuft unser November-Blog Hop!


Verlinkt beim Creadienstag, HoT und den Täschchen.