Kosmetikpads im Beutel

Seit zwei Wochen will ich schon einen Rock zeigen, den ich mir genäht habe. Und seit zwei Wochen ist er spurlos verschwunden. Gibt's denn sowas? Ich hab absolut keinen Schimmer, wo er hin ist. Dabei habe ich aufgräumt, so richtig. Trotzdem nicht gefunden.

Es gibt ja so Dinge, die immer mal verschwinden und später wieder auftauchen. Aktuell vermisse ich eins meiner Nadelkissen, dass seit dem Umzug ins Nähzimmer nicht mehr auffindbar ist. Oder einzelne Socken, aber auch die tauchen früher oder später wieder auf. 

Bei meinen wiederverwendbaren Kosmetikpads passiert das auch gelegentlich, deswegen habe ich mal wieder ein bisschen Nachschub produziert.

Diesmal sogar hübsch verpackt im Beutel, so sind sie bei Bedarf auch reisefähig. Außerdem habe ich sie dieses Mal anders genäht.
Die ersten Pads habe ich links auf links mit einem engen Zickzack-Stich zuammengenäht, was sehr schnell geht. Diesmal habe ich die Kreise miteinander verstürzt und rundherum abgesteppt. Das ist zwar aufwändiger, sieht aber schöner aus und fusselt vor allem nicht. 

Bei den umzackelten Pads hat der Frottee zu Anfang immer ein klein wenig gefusselt, was sich aber nach ein paar Wäschchen allerdings gegeben hat.


Den Beutel habe ich frei Schnauze zusammengebastelt, ich denke mal da passen locker 10 - 15 Kosmetikpads rein, wahrscheinlich mehr. Meine haben einen Durchmesser von ca. 6 cm, nicht alle genau gleich.


Die Kordel ist für den Tunnelzug noch etwas zu dick, die werde ich austauschen, sobald ich eine passendere finde. 


 Sie schönen Stoffe sind übrigens aus einem Fat Quarter Paket von Lotta Jansdotter.

Und damit bin ich heute auch mal wieder bei RUMS.

Das war mein Jahr

Hallo ihr Lieben,

Ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gekommen!

Nachdem ich mich in den letzten Tagen schon durch einige Jahresrückblicke geklickt habe, möchte ich auch einmal resümieren. 65 Blogposts im Jahr 2017, heißt mindestens 65 verbloggte DIY Projekte. (Edit: Ich habe gerade mal nachgezählt .. insgesamt habe ich 2017 weit mehr als 100 fertige Werke hier zeigen können, darunter aber auch Kleinigkeiten.) Das ist eine Menge. Zählt man dazu nochmal die unverbloggten (einige) dazu, fängt man an sich zu fragen, wie um alles in der Welt man dafür die Zeit gefunden hat ;) 

2017 war für mich ein tolles Jahr, auch hier im Blog. Ich habe eine (nun nicht mehr ganz so) neue Nähmaschine und darf mir mein eigenes Reich einrichten. Ich habe einige (virtuelle) Bekanntschaften gemacht, die ich nicht mehr missen möchte und viel neues ausprobiert.

Unter anderem hab ich gestickt. Keine sehr aufwendigen Motive bis jetzt, aber manchmal ist weniger ja mehr und ich bin immernochn ganz begeistert von der tollen Wirkung, die eine einfache Stickerei haben kann.

Ganz besonders gefallen mir meine Topflappen, die eigentlich aus Übungsstücken entstanden sind. Aber auch die ausgemalten Wale und mein Versuch einer Sashiko-Stickerei waren ein echtes Erfolgserlebnis. 


Und was war noch? Ja, ganz klar - meine SnapPap Liebe! Die ist zwar 2017 nicht neu gewesen, aber immernoch wie am ersten Tag. 

Mit meinem Logo-Stempel habe ich mir eigene Labels und Aufnäher aus SnapPap hergestellt. Wie schön man Stiftetäschchen damit aufwerten kann, konnte ich erst kürzlich wieder feststellen.



Außerdem durfte ich für Snaply Designnähen und hab SnapPap mit einem tollen Canvas mit Kranich-Druck kombiniert. Gefällt mir immernoch sehr!
Sehr gut kam mein "Ahoi-Täschchen" mit ausgemalten Faltboot bei euch an. Da durfte ich die Posca-Marker ausprobieren.
Außerdem habe ich ein kleines Tutorial für ein Faltetui aus SnapPap mit Druckvorlage für euch geschrieben.


2017 war auch das Jahr, in dem ich begonnen habe, meine Jersey-Angst zu bekämpfen, dank neuer Maschine. Dabei ist zum Beispiel mein erstes T-Shirt entstanden, ein Kimono Tee.
Außerdem durfte ich für Rotbart den Cargorock probenähen. Da hatte ich richtig Bammel, aber meine Erkenntnis: Egal wie groß und schwer etwas aussieht, es besteht doch nur aus vielen kleinen Schritten, die leicht zu bewältigen sind. Erfolgserlebnis!



Außerdem habe ich natürlich einen ganzen Haufen Taschen und Täschchen genäht. Wahnsinn. Hoffentlich wird euch das nicht irgendwann langweilig, ein Ende ist nämlich nicht absehbar ;)



Anfang des Jahres hat Karin von Grüner nähen mir ein paar Fragen im Rahmen ihrer Näh-Nerd-Interview Reihe gestellt. Über ihr Interesse hab ich mich sehr gefreut :)

Außerdem habe ich darüber geschrieben, was das Nähen mir bringt. Dieser Beitrag war dann auch der Anstoß zum November Blog Hop, zu dem Mareike und ich eingeladen haben: Warum ich Nähe und Blogge.

Da ist doch ganz schön was zusammen gekommen. Und ich freu mich auf ein tolles weiteres Jahr hier, Pläne und Ideen hab ich genug. Habt einen schönen Start!

Stiftemäppchen und Weihnachtsnachfreude

Hallo ihr Lieben,

kurz vor Jahresende melde ich mich doch noch einmal.
Trotz Weihnachtsstress und allem drumherum, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, die wunderschönen Stoffschätze, dich ich letzte Woche noch gezeigt habe, anzuschneiden ;)

Vorerst sind nur ein paar einfache Stiftetäschchen entstanden. Ich finde, die Stoffe können sehr gut einfach für sich stehen :)




Den tollen Fuchs-Stempel habe ich hier auf dem Weihnachtsmarkt gekauft.


Man kann natürlich auch ohne Stempel kleine Details zaubern:


Hab ich schon erwähnt, wie toll ich SnapPap finde? ;)

Außerdem bin ich ganz begeistert von meinem Kreativ-/Blogkalender für 2018. Nicht, dass man sowas unbedingt bräuchte, also ich jedenfalls, aber einen Taschenkalender für 2018 habe ich schon und unter dem Weihnachtsbaum lag dann doch tatsächlich noch einer, mein Wunschkalender. Ich glaube fast, das war das schönste Geschenk von allen!


Ich finde die Aufteilung einfach toll. Übersichten, Notizseiten, kleine Infos, Zitate, Gedichte, tolle Illustrationen und trotzdem noch genug Platz zum schreiben.






Genug Platz für Ideen und Pläne also. Hoffentlich.
Auf jeden Fall möchte ich 2018 gerne einen Siebdruck-Workshop besuchen, das darf dann auch im Kalender notiert werden. Und einen richtigen Rucksack nähen.Und endlich das Kleid, das schon so lange auf meinem Plan steht und für das sich einfach nicht der passende Stoff finden will.

Und als wäre das noch nicht schon toll genug, gab es auch noch ein Weihnachtspaket von Snaply. Leider hat der DHL Bote das Paket erstmal zurückgehen lassen, weil er meinen Namen auf dem Klingelschild nicht finden konnte. Trotzdem kam es noch vor Weihnachten an, ich hab mich sehr gefreut :) Neben einer lieben Karte mit einem Gutschein vom Snaply Team waren eine Bügelunterlage, Markierstift und die Näh-Tasse drin.



Und ein ganz dickes Danke geht natürlich auch an alle, die hier mitlesen und hin und wieder einen Kommentar da lassen. Ich freu mich auch nach mehr als zwei Jahren noch wahnsinnig drüber!
 
Habt ihr Vorsätze für das nächste Jahr? Oder Pläne?

Rabenschnabel Kalender hier.
Noch mehr Freugründe hier.
Und Täschchen gibt es hier noch.
 

Weihnachten im Nähzimmer

Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich bin, wenn Weihnachten und Silvester vorbei ist!
Ja, ich mag Weihnachten, sehr sogar, aber dieses Jahr herrscht irgendwie Chaos. Trotzdem freue ich mich. Die Familie kommt wieder zusammen, ich hab (wie ich finde) tolle Geschenke über die sich alle hoffentlich freuen werden und meine Küche ist so gut wie fertig. In der Wohnung kehrt langsam wieder etwas Ordnung ein und ich muss nicht mehr wie ein Storch durch die Räume staksen.

Außerdem durfte ich heute eine wunderschöne Stoffbestellung auspacken :)



Bestellt habe ich bei Mai-Lu, ein kleiner Shop mit einem ganz liebevoll ausgewählten Sortiment an schönen und hochwertigen Stoffen. 




Das war schon ein bisschen wie Weihnachten heute.
Außerdem hatte ich eine Weihnachtskarte von der lieben Jana von Zum Nähen in den Keller im Briefkasten, danke!

Und deswegen heute zum Freutag.

Wunschtäschchen im Vorweihnachtschaos

So kurz vor Weihnachten ist es doch jedes Jahr wieder am stressigsten. Das findet auch nicht nur im Kopf statt, sondern in echt. Jetzt gerade sitze ich seit Tagen endlich mal wieder länger als 10 Minuten auf dem Sofa und hab dabei tatsächlich noch genug Energie, einen kurzen Blogpost zu tippen.

Neben Wohungsumgestaltung, Arbeit und Verabredungen bin ich in den letzten Wochen aber tatsächlich noch hin und wieder zum nähen gekommen und es sind ein paar schöne Dinge entstanden. Dazu dann aber wahrscheinlich erst im nächsten Jahr mehr, aktuell fehlt einfach Zeit und Ruhe, um schöne Fotos zu knipsen oder lange Texte zu schreiben.

Das Täschchen ist eine Wunschanfertigung einer Kundin gewesen. Vielleicht ist ja schon jemandem das Banner in der Sidebar aufgefallen, das zu DaWanda führt. Lang hab ich darüber nachgedacht und dann tatsächlich beschlossen, einen Shop zu eröffnen um ein paar meiner Täschchen zu verkaufen. Das schöne ist, dass ich jetzt endlich so viele Taschen und Täschchen nähen kann, wie ich Lust habe. Davor habe ich auch haufenweise genäht, wusste aber irgendwann nicht mehr, wohin damit. Irgendwann ist auch das komplette Umfeld versorgt gewesen ;)

Und obwohl ich eigentlich nicht vor hatte, auf Anfrage zu nähen, sondern nur ganz stressfrei meine Überproduktion anzubieten, konnte ich bei der lieben Anfrage nicht nein sagen und habe das Täschchen gerne genäht, es soll ein Weihnachtsgeschenk werden.

So langsam muss ich mich aber auch um noch fehlende Weihnachtsgeschenke kümmern, von denen mindestens zwei noch (fertig) genäht werden müssen. 
Im Moment bin ich allerdings noch so gar nicht in Weihnachtsstimmung. Die Wohnung ist im Moment fast nur Chaos, Heiligabend und den ersten Weihnachtstag werde ich fast komplett auf der Arbeit verbringen und auf Schnee ist wohl auch nicht mehr zu hoffen.

Wie sieht es bei euch aus, habt ihr schon alle Geschenke beisammen oder macht ihr alles auf den letzten Drücker? Gekauft oder selbstgemacht? Oder kommt ihr an Weihnachten ganz ohne Geschenke aus?

Zum Creadienstag, HoT und den Täschchen.

MiniMoneyBag mit Äpfeln und erste Versuche mit Lamifix

Da passt man einmal nicht auf, und schon hat man zwei Wochen nichts mehr veröffenlicht. So lang kam mir das gar nicht vor und ich kann das nichtmal auf Vorweihnachtsstress schieben. Seit ihr schon in Weihnachtsstimmung? 

Hier hat sich zwischenzeitlich alles in ein zauberhaftes zugeschneites Winterwunderland verwandelt, nur um wenige Stunden später ekliger nasskaltrutschiger Schneematsch zu werden. Sehr enttäuschend, aber bis Weihnachten ist ja noch etwas Zeit. Vielleicht sollte ich trotzdem so langsam anfangen, die nähbaren Weihnachtsgeschenke in Angriff zu nehmen.

Aber erstmal habe ich mich selbst beschenkt, und zwar mit einem kein bisschen winterlichen Portemonnaie. (Man beachte das fast perfekt aufeinander treffende Muster! Ja, gut, Zufall. Ich versuch sowas ja meistens gar nicht erst. Aber yeah!)


Schnittmuster ist die MiniMoneyBag von Keko Kreativ. Den Schnitt gibt es ja nun schon länger und ich fand das Portemonnaie auch toll, allerdings bin ich ja eher Tüftlerin als nach-Anleitung-Näherin, gekaufte Ebooks kann ich wahrscheinlich an einer Hand abzählen.

Weil ich aber noch nie ein Portemonnaie mit gefächertem Kleingeldfach genäht habe und mir die Kopfarbeit ersparen wollte und mir der Schnitt auch gefiel, habe ich das Ebook gekauft. Übrigens schon das zweite von Kerstin, die Matchbag habe ich ja auch schon genäht. Und die MyBag gefällt mir auch total, könnte also passieren, dass ich auch da nochmal schwach werde.


Das Portemonnaie ist tatsächlich sehr schnell genäht, besteht insgesamt aus vier Schnitteilen (+ Verstärkung) und ich musste nichtmal Schnittmuster schneiden und kleben. Alles rechteckige Teile und die Maße sind angegeben. Sowas mag ich ja. Außerdem kann man prima Reste verbrauchen, das mach ich aktuell ganz fleißig.

Außen ist der tolle Leinen Appel in Apfelgrün von Frau Tulpe verarbeitet, innen ein weicher Baumwoll-Chambray von Birch Fabrics und ein marmorierter Patchworkstoff, ich glaube Makower. 


Mini Money Bag ist sehr treffend, das Portemonnaie ist wirklich mini. Mini mini. Ich habe es immer wieder in der Hand, mache es auf und zu und erfreue mich an seiner Niedlichkeit ;)
Ob das jetzt wirklich alltagstauglich ist, wird sich rausstellen. Es stört mich noch ein bisschen, dass die Scheine gefaltet werden müssen. Da seh ich lieber direkt, was noch an Geld im Portemonnaie ist oder stopf schnell Papiergeld oder Kassenzettel rein. Aber alles wichtige passt für mich rein. Mehr als zwei oder drei Karten hab ich eh nie im Portemonnaie, daher stören mich die fehlenden Kartenfächer auch gar nicht.

Ursprünglich wollte ich den Außenstoff gerne beschichten. Vor einiger Zeit habe ich schonmal Papier mit Lamifix (Bügelfolie zum beschichten von Stoffen) nähbar gemacht, was toll funktioniert hat. Das Ergebnis hat aber mittlerweile einen anderen Besitzer, der jetzt die Haltbarkeit testen darf ;)
Und natürlich habe ich vergessen, da vorher noch Fotos zu machen.

Über Lamifix habe ich bisher nicht viel gutes gelesen, eher dass es sich schnell vom Stofflöst und Knitter nicht mehr rauszubekommen sind. Aber trotzdem wollte ich es mal testen. Also habe ich probehalber mal ein Stück Stoff damit bebügelt, um den Effekt einschätzen zu können.


Links der mit Lamifix beschichtete Stoff, rechts ohne. Sieht schonmal ganz gut aus. Lässt sich auch knittern und knautschen und hinterher wieder glatt bügeln. Langzeitbelastungs- und Verarbeitungstests stehen noch aus.

Der Apfelstoff. Das Ergebnis gefällt mir hier leider gar nicht.



Links original, rechts mit Lamifix bebügelt. Die Farben sind viel blasser geworden. Vermutlich liegt das an der gröberen Struktur des Stoffes. 
Also hab ich die unbeschichteten Äpfel vernäht, kann man ja notfalls auch waschen.

Vielleicht teste ich demnächst mal das Odicoat Gel. Hat da schon jemand Erfahrungen gemacht? Der Preis schreckt mich nämlich vom einfach mal kurz ausprobieren ab ;)

Habt einen schönen Donnerstag!

Verlinkt bei RUMS und den Täschchen.

Gestempelt - Labels und Aufnäher

Hab ich schonmal erwähnt, dass SnapPap echt ein absolut tolles Material ist?

Es gibt mal wieder neue Label. 


Meine alten Label waren ja auch schon aus SnapPap, damals habe ich mein Logo mittels Tintenstrahldrucker und Transferfolie auf SnapPap gebracht, das gefällt mir auch. Allerdings war das Aufbügeln manchmal gar nicht so einfach, wenn das SnapPap schon vorgewaschen war und nicht mehr ganz glatt. 


Und sehr ärgerlich war das dann, wenn ich vergessen hatte mein Logo gespiegelt auszudrucken und ich einen ganzen Bogen für die Tonne produziert hatte. Oft ist mir das auch erst aufgfallen, als ich die Folie abgezogen habe und das SnapPap war dann auch versaut. Ja, ist mir tatsächlich mehr als einmal passiert. 

Eine praktische und schnellere Methode sind Stempel mit eigenem Logo. Alternativ kann man auch super ein kleines Stempel-Alphabet nutzen, um seinen Namen auf das Werk zu bringen.


Ich habe mir also vor ein paar Wochen meinen eigenen Logo-Stempel gegönnt und gleich dazu ein Stempelkissen und Wäschestempelfarbe bestellt, damit das Stempelwerk hinterher auch waschbar ist. Es gibt wahnsinnig viele Anbieter, die Stempel nach eigener Vorlage fertigen. Ich habe bei Stempelshop4You bestellt und bin super zufrieden. Der Stempel selbst war ziemlich günstig, ich glaube ich habe 7,50 € bezahlt, zusammen mit Farbe (50 ml) und leerem Kissen lag ich bei knapp 30 €, damit komme ich aber wahrscheinlich auch ewig hin. Nach zwei Tagen war die Lieferung schon da und ich konnte loslegen :) 

Einziges Manko war die geringe Farbauswahl bei den Stempelkissen, aber Schwarz passt schon für's erste. Falls da jemand einen Tipp hat, wo es schöne (waschbare) Stempelfarben gibt, wär ich trotzdem dankbar ;)




Geht definitiv viel schneller und auch mal spontaner, wenn einem die Labels ausgehen, als erst Bügeleisen und Drucker anzuwerfen. Und es lassen sich auch wunderbar kleinere Streifen und Reste verwenden. Meine Label sind ca. 1,5 cm x 4,5 cm groß.


Außerdem habe ich nicht nur Labels gestempelt, sondern auch kleine Aufnäher mit Worten und Zitaten. 


Ein bisschen ist die Idee mal wieder bei Melanie abgeguckt, die ihre Taschen schon mit so tollen Aufnähern verziert hat, das hat mir sehr gefallen.

Und dieses Federmäppchen hier ist schon ein Weihnachtsgeschenk für den kleinsten Bruder, der gerade für's Studium weggezogen ist. Philosophie unter anderem.



 Verlinkt beim Creadienstag, HoT und den Taschen und Täschchen.

November Blog Hop - Warum ich Nähe und Blogge

Ein spannender Monat war der November für mich. Beim November Blog Hop "Warum ich nähe und blogge" durften wir ganz intime Einblicke in die Näh- und Gedankenwelt einiger Bloggerinnen erhalten. Die Liste der einzelnen Beiträge verlinke ich für alle noch einmal am Ende des heutigen Posts.



Ich freue mich, dass so viele tolle (Näh)Bloggerinnen der Einladung von Mareike und mir gefolgt sind und aus dem Nähkästchen geplaudert haben. Sehr spannend war es zu sehen, dass sich die Ansichten an so vielen Punkten überschneiden, auch wenn die Geschichten der einzelnen Frauen ganz unterschiedlich sind.

Und jetzt muss ich mir abschließend die Frage stellen - warum nähe und blogge ich? 
Zum Thema nähen, habe ich hier ja schon mal recht ausführlich geschrieben, deswegen versuche ich den Fokus heute auf das Bloggen zu legen. Wie ich aber zum Nähen kam, möchte ich auch kurz erzählen, falls ich das kurz schaffe ;)

Also, wie kam das?
 
So ganz genau kann ich das nicht mehr rekonstruieren, aber ich erinnere mich an eine Situation vor vielen Jahren auf der Arbeit. Ich hab damals in einer Bar/Kulturverein/whatever gearbeitet und draußen Pause gemacht, neben mir stand ein Mädchen mit einer superschönen Tasche. Ich hab sie angesprochen und sie hat mir erzählt, dass sie die selbst genäht hat. Per Hand.(!) Sie würde mir auch eine nähen, geschenkt. In dem Moment hab ich dankend abgelehnt, ich kannte sie nicht und war total überrumpelt. Hinterher habe ich mich geärgert. Da ist dann wohl das erste mal der Gedanke entstanden, dass ich das können möchte.



Meine Nähmaschine bekam ich dann an Weihnachten 2014, damit hab ich wirklich nicht gerechnet. Ich hab sie spaßeshalber auf den Wunschzettel geschrieben, weil Mama gesagt hat, ein Pferd könnte ich nicht bekommen und Socken sind kein richtiges Geschenk. Ja, irgendwie so war das wirklich!

Also hatte ich eine Nähmaschine. So ein Gerät, dass ich nur vom angucken kannte. Außer Knöpfen an, hatte ich bis dahin nichts genäht. Aber es hat superviel Spaß gemacht, auch wenn die Maschine eine kleine Discounter-Zicke war, und ich hab daran sehr vieles gelernt. Ich  liebe es einfach, Dinge zu gestalten, mir Schnitte auszudenken, rumzutüfteln und am Ende was Schönes, was eigenes in der Hand zu halten. 




Und warum blogge ich?



Um diese Frage zu beantworten, bin ich auch wieder zurück zu den (Näh)Anfängen gegangen.
Mit meinen Nähanfängen habe ich durch die Suche nach Nähanleitungen und Schnittmustern auch das erste mal die Näh- und DIY-Bloggerwelt entdeckt. Wie wahnsinnig groß dieses Netz ist, habe ich zu dem Zeitpunkt nicht mal erahnt.



Es gab Blogs, die ich regelmäßiger gelesen habe und durch die ich auf verschiedene Aktionen und Linkpartys aufmerksam wurde, wodurch ich auf wieder neue Blogs gestoßen bin, und so weiter.
Im gleichen Zuge wuchs auch in mir der Wunsch, selbst genähtes und geschaffenes mit anderen zu teilen, mit Menschen, die die gleichen Interessen und Leidenschaften haben. Geschrieben habe ich auch schon immer gerne.
Vermutlich kennen von euch einige das Gefühl, anderen voller Leidenschaft vom liebsten Hobby zu erzählen, die sich kaum dafür interessieren. Sehr unbefriedigend, und am Ende hat man oft das Gefühl, sein Gegenüber gelangweilt zu haben.
In meinem Umfeld gab es einfach niemanden, mit dem ich mich austauschen konnte. Wohlwollendes Interesse und auch Zuspruch, aber niemanden, der auch selbst Spaß am Nähen hatte. Das hat sich übrigens bis heute kaum geändert, Fachsimpeleien gibt es höchstens mit der Lieblingsstoffverkäuferin.




Ja, ich will teilen was ich mache, was ich lerne, nette Worte gesagt bekommen (von Menschen, die sich auch wirklich interessieren) und Ratschläge oder Kritik, wenn ich mal nicht weiter weiß. Und es macht mir Spaß, anderen weiterzuhelfen, zu inspirieren. Das Größte ist es für mich, wenn ich Feedback bekomme und weiß, dass jemand nach meinen Ideen oder Anleitungen sein Nähwerk gemeistert hat oder ich den Anstoß geben konnte, ein Projekt endlich anzupacken.






Mein Blog, just sewn., existiert jetzt schon seit zwei Jahren und es ist für mich selbst oft hilfreich in meine dokumentierten Anleitungen zu schauen und spannend zu sehen, wie ich mich entwickelt habe. Das hier ist zwar kein privates Tagebuch, hat aber in gewisser Weise auch Tagebuchcharakter, weil so viele Gedanken und Entwicklungen hier nachzulesen sind. Übrigens ist die Tagebuchsache ein Punkt, der häufig bei meinen Mitbloggerinnen aufgetaucht ist.

just sewn. hier ist kein „Hochglanzblog“. Die Bilder sind nicht immer perfekt, die Texte oft nur sehr kurz. Es gibt Phasen, in denen ich nur wenig zum Bloggen komme oder einfach nichts zu zeigen habe. Aber das macht nichts, der Blog bedeutet für mich mittlerweile nicht mehr, dass ich abliefern muss (am Anfang hatte ich das Gefühl). Ich freue mich zu sehen, dass einige Leserinnen immer wiederkommen, mit ein paar Bloggerinnen bin ich in näheren Kontakt gekommen und durfte an einigen tollen Probenähen und anderen Projekten teilnehmen.

Mittlerweile habe ich auch den Schritt auf Facebook gewagt, bin dort auch recht aktiv, das vernetzen ist viel einfacher. Aber hier hat alles angefangen und hier bleibt auch der Hauptfokus.

So, und nun hoffe ich, dass euch dieser kleine Einblick gefallen hat :)
Wer nochmal nachlesen möchte, was die anderen zum Thema denken, darf sich gerne nochmal durchklicken:


Weil mir das Thema so viel Freude bereitet, verlinke ich mich heute auch beim Freutag :)
Habt ein schönes Wochenende!

 P.S. Wundert euch nicht über die seltsame Formatierung heute .. irgendwas klappt da gerade nicht ...


#wgwk2017 - Apfeltäschchen

Habt ihr die diesjährige Weihnachtsgeschenke-Wanderkiste bei Jana von Zum Nähen in den Keller verfolgt? Sehr spannend!
Ich habe schon einige tolle Ideen und Blogs entdeckt, die ich bisher nicht kannte und jetzt sicher regelmäßig lesen werde.
Und heute bin ich an der Reihe, darf zeigen, was ich gewerkelt habe und in die Kiste lege.

Für alle, die jetzt ein großes Fragezeichen in den Augen haben und sich nicht vorstellen können, wie das funktioniert: 

"Die Kiste mit den Weihnachtsgeschenken wandert von Teilnehmer zu Teilnehmer. Die Teilnehmerin, bei der die Kiste zu Gast ist, wählt sich ein Geschenk aus und nimmt es heraus, im Gegenzug legt sie ein neues Geschenk hinein und dann wandert die Kiste weiter. Damit es etwas schneller geht, wandert die Weihnachtsgeschenkewanderkiste nur virtuell." (Zum Nähen in den Keller)

Alles klar, oder? 

Dass ich etwas genähtes auf die Reise schicke, war abzusehen, behaupte ich mal. Dass es ein Täschchen wird, hätte die ein oder andere vielleicht auch erraten ;)


 Mein Beitrag zur #wgwk2017 ist also ein Apfeltäschchen. Genäht aus dem schönen Leinen "Appel" von Frau Tulpe und kombiniert mit senfgelbem Kunstleder. Am Zipper baumeln noch ein paar Holzperlen.



Gefüttert ist die Tasche mit einem passenden Baumwollstoff. 
Maße: ca. 21 x 18 x 6 cm. Ein schönes Format für ein Kosmetiktäschchen oder als Organizer für die Alltagstasche.

Was ich mir ausgesucht habe, könnt ihr dann morgen bei Jana nachlesen :)

Und das Apfeltäschchen darf heute schon eine virtuelle Reise antreten - zum Creadienstag, HoT und den anderen Täschchen.

Nähanleitung: Adventskalenderbeutel

Gestern habe ich euch meinen spontanen Adventskalender gezeigt. 
Weil ich weiß, dass auch Nähanfänger ab und an hier vorbeischauen und selbst fortgeschrittene Näherinnen mal auf dem Schlauch stehen (zumindest geht es mir manchmal so), habe ich beim aktuellen Adventskalender ein paar Fotos gemacht und zu einer kurzen Anleitung zusammengefasst. Vielleicht habt ihr am Wochenende ja ein bisschen Werkelzeit für euch und könnt direkt loslegen.

Meine Adventssäckchen werden einlagig, also ungefüttert, genäht und mit einem einfachen Tunnelzug verschlossen.Fertige Größe: ca. 9 x 13 cm.

Los geht's!

Für 24 Beutel kommt ihr mit 1 m bei 1,10 m Stoffbreite gut hin. Ich habe für meine Kalender jeweils 4 verschiedene Stoffe á 25 cm gekauft und am Ende noch ein paar Reste für mich übrig :) Natürlich können die Beutel auch nach eigenen Wunschmaßen genäht werden.


 Zuerst schnappt ihr euch den Stoffstreifen für den Tunnelzug und bügelt die kurzen Kanten 1 cm nach innen, die werden dann mit einer Naht fixiert.
 Den Streifen längs mit den linken Seiten zusammenfalten:
Mit der offenen Kante nach oben mittig auf das Hauptteil legen und mit einem Zickzack-Stich annähen. So franst die Naht später nicht aus.
Den Tunnelzug zurückklappen und die Naht bügeln. Das sieht dann so aus:

Der Beutel wird nun rechts auf rechts zusammengefaltet und die untere und seitliche offene Kante geschlossen. Damit sich der Beutel bei mehrfacher Verwendung nicht auflöst kann die Nahtzugabe mit einer Zackenschere zurückgeschnitten werden oder mit dem Zickzack-Stich versäubert.

Nun wird der Beutel gewendet und mithilfe einer Sicherheitsnadel ein Bändchen (35 - 40 cm waren bei mir optimal) eingezogen.  


Fertig sind die Beutel. Kleiner Tipp: Um die Nähzeit zu verkürzen, arbeitet in kleinen Produktionsstraßen. Der Stoff für den Tunnelzug kann auch gut erst umgebügelt und die Kanten abgesteppt werden und anschließend in Streifen geschnitten.

Überlegt euch am besten vor dem Nähen, wie ihr eure Beutel nummerieren wollt. Papieranhänger, Buttons, oder Stempeln? 

Der letzte Kalender hat kleine aufgenähte Korkstückchen, die beschriftet werden können. Die solltet ihr aber aufnähen, bevor ihr die Beutel zusammennäht.


Nochmal verlinkt beim Taschen Sew Along November: Weihnachten.

Habt ein schönes Wochenende!